Ständig schleichender Jobverlust
Bayer rechnet mit immer weniger Beschäftigten
Hamburg/Leverkusen (ddp-nrw). Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer rechnet für die nächsten Jahre mit beständig sinkenden Beschäftigtenzahlen an seinen inländischen Standorten. «Es werden jährlich einige hundert Mitarbeiter weniger sein», sagte Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Richard Pott der in Hamburg erscheinenden «Financial Times Deutschland» (Montagausgabe). Dies sei nicht die Folge spezieller Umbauprogramme im Unternehmen, sondern der zunehmenden Produktivität. «Wir werden das über die normal auftretende Personalfluktuation machen», sagte Pott.
In gesondert angekündigten Restrukturierungsprogrammen hatte Bayer in den vergangenen Jahren 6.500 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen. Diese Programme sind inzwischen abgeschlossen, nur bei der Integration des zugekauften Berliner Pharmakonzerns Schering sucht Bayer noch für 50 Mitarbeiter intern eine neue Position. Auf betriebsbedingte Kündigungen wurde verzichtet. Der ständige, schleichende Jobverlust geht aber weiter.
Ende des vergangenen Jahres beschäftigte der zweitgrößte deutsche Chemiekonzern an den inländischen Standorten 37.400 Mitarbeiter und damit deutlich weniger als die 39.100 ein Jahr zuvor. «Der Trend wird sich fortsetzen», sagte Pott. Die Streichungen stünden dabei weitestgehend in der Kunststoffsparte Bayer Material Science. In den beiden anderen Geschäftsfeldern Medizin und Pflanzenschutz werde die Zahl der Mitarbeiter im Inland dagegen wahrscheinlich stabil sein, sagte Pott. (Foto: ddp)
(8.3.2009)
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