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Dikta

Dikta pendeln zwischen melancholischem Indiepop und aufrüttelndem alternativen Rock. Die vier Isländer stellen im Gebäude 9 ab 20 Uhr ihr drittes Album "Get it together" vor.

Dikta:Moderne, gute Musik aus Island aus der Pop- und Rockecke? Über die Sugarcubes, Björk und Sigur Rós hinaus fällt den Meisten da wenig ein. Dass demnächst auch Dikta womöglich zusammen mit den dreien in einem Atemzug genannt werden, ist nicht auszuschließen. Denn mit ihrem dritten Album "Get it together", das am 25. März erscheint, legen Dikta ein kleines Meisterwerk des Indie-Pop-Rock vor.

Das Quartett um Sänger und Gitarrist Haukur Hauksson glänzt mit Liedern, die den Hörer auf der einen Seite sanft umschmeicheln, auf der anderen aber auch in Aufruhr versetzen. Mit seiner glasklaren Stimme und in Begleitung von reduziertem Schlagzeug, Akustikgitarre und Cello entführt Hauksson auf Songs wie "Final Call" in ruhige Landschaften des polarkreisnahen Nordens, nimmt mit auf langsame Spaziergänge durch Islands Wildnis.

Allerdings, einlullen ist trotz vieler langsam-behäbiger Titel nicht angesagt, denn zwischendurch bricht hier und da Indierock mit hymnischem Charakter wie "Let go" durch. Und das verleiht der Scheibe wohltuende Abwechslung, ohne dass man aus dem musikalischen Kontext des Albums herausgeschleudert wird.

Ist das, was Dikta machen, jetzt typisch isländische Musik? Dem Cover mit seinem Islandpony nach zu urteilen, das wie gerade einem Schlammgeysir entstiegen aussieht, mag man darauf schließen. Aber wenn man außer acht lässt, dass Dikta aus Island stammen, will sich etwas speziell isländisches beim Hören nicht einstellen. Aber es reicht ja auch vollkommen aus, wenn sich gute Stimmung und Zufriedenheit mit den Songs einstellt. Und eine solche Stimmung wird sich einstellen.

(18.3.2011)

Vor: Weiberfastnacht

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