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Das System soll für mehr Transparenz im Flugverkehr sorgen

Flugbewegungen für Köln/Bonn online verfolgen

Seit einigen Tagen ist auch für den Flughafen Köln-Bonn das "Flight-Tracking" System der Deutschen Flugsicherung (DFS) online. Es wurde zuvor über ein Jahr in Frankfurt am Main erfolgreich getestet und geht jetzt neben Köln auch in Hamburg, Düsseldorf und München an den Start.

Mit dem Projekt "möchte die DFS zur Versachlichung des Dialogs mit Fluglärm-Betroffenen beitragen", also den Anwohnern, welche sich von lärmenden Jets belästigt fühlen, mehr Transparenz und Informationen über die Flüge bieten. Zu diesem Zweck wird in dem "Stanly-Track" genannten Programm nicht nur der Flugverlauf, sondern auch die Flughöhe mit farbigen Linien dargestellt.

Stanly-Track bezieht seine Daten für die Flugspuren aus elektronischen Start- und Landesystemen, welche dann auf 30 Meter genau angezeigt werden. Mit der Genauigkeit ist es dann in der Praxis allerdings nicht weit her - wer eine Zoombarkeit wie bei Google Earth erwartet, liegt falsch. Der dargestellte Kartenausschnitt inklusive Köln, Bonn und Leverkusen ist relativ klein und lässt sich nur minimal vergrößern. Ob ein Flieger über das eigene Haus geflogen ist, lässt sich also kaum nachvollziehen.

Ein weiteres Manko, die Verzögerung bei der "live"- Übertragung der Flugdaten um 30 Minuten und das Weglassen von Flugnummern soll die Sicherheit der Flieger garantieren und ist sicherlich zu verkraften. Das Programm soll schließlich nicht zu einem Hilfsmittel für Terroristen werden. Zu finden ist "Stanly-Track" auf der DFS Website unter www.dfs.de. (Foto:ddp)

(5.2.2007)

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