Sport
Zu viel Geld ausgeben
FC-Geschäftsführer Horstmann bemängelt Einkaufspolitik
Zu viel Investitionen in Wechsel, zu wenig Erfolg damit erreicht - Geschäftsführer Horstmann bemängelt eine verfehlte Einkaufspolitik des 1. FC Kölns. Der Verein müsse wieder schwarze Zahlen schreiben, ohne Podolski dafür zu verkaufen.
FC-Geschäftsführer Claus Horstmann bemängelt das Verhältnis zwischen sportlichem Erfolg und finanziellem Einsatz beim 1. FC Köln in den vergangenen Jahren. Gemessen an dem, was der FC aus sportlicher Sicht erreicht habe, sei viel zu viel investiert worden: "Ausgaben und sportlicher Erfolg standen nicht im Einklang", sagte er dem Sportmagazin "Kicker".
Man dürfe nicht nur Geld für teure Wechsel ausgeben, sondern müsse Talente entwickeln und mit diesen Transfererlöse erzielen, so Horstmann. Ziel auf lange Sicht müsse die Konsolidierung des Vereins sein. Eine Aufgabe, die bei Verbindlichkeiten von etwa 30 Millionen Euro durchaus sportlich zu nehmen ist. Bis zum Saisonende zumindest will Horstmann schwarze Zahlen schreiben und die Verbindlichkeiten verringern.
Trotz der finanziell heiklen Situation, die durch einen Engpass von neun Millionen Euro Ende des vergangenen Jahres kurzzeitig noch verschärft wurde, bestehe allerdings keine Notwendigkeit, Topstürmer Lukas Podolski verkaufen zu müssen. Hoffnungen darauf, Podolski gleichwertige Spieler als Verstärkung zur Seite zu stellen zu können, machte Horstmann aber auch nicht. Solche Neuzugänge waren von verschiedener Seite und auch von den FC-Spielern immer wieder gefordert worden.
(27.1.2012)

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