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FC empfängt Schalke

Solbakken warnt: "Wenn wir verlieren, gibt's Theater"

Der 1. FC Köln steht nach der Niederlage in Wolfsburg bereits am zweiten Spieltag der Rückrunde wieder unter Druck. Bei einem Sieg gegen Schalke 04 könnten die Domstädter in der Tabelle einen großen Sprung nach vorne machen. Sollte der FC jedoch verlieren, drohe "Theater" rund ums Geißbockheim, fürchtet Trainer Stale Solbakken. Unterdessen läuft die Stürmer-Suche beim FC weiter auf Hochtouren.

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Von Cora Finner 

Stale Solbakken:

"Der Druck für uns ist groß", sagte FC-Coach Stale Solbakken vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen Schalke 04 am Samstag (18:30 Uhr im Rheinenergie-Stadion). Und tatsächlich stehen die Domstädter mal wieder vor einer richtungsweisenden Partie: Mit einem Sieg würden die Kölner in der Tabelle einen großen Schritt nach vorne machen. Im Falle einer Niederlage fürchtet der Chefcoach jedoch unruhige Zeiten rund ums Geißbockheim.  "Ich rechne mit einem oder drei Zählern, weiß aber auch, dass es Theater geben kann, wenn wir verlieren", sagte Solbakken am Freitag. Dann nämlich sei der FC wieder "mitten drin im Abstiegskampf". 

Immerhin kann der Norweger mit seinen beiden Topstürmern Lukas Podolski und Milivoje Novakovic planen. Poldi, der wegen eines Infekts in dieser Woche nur ein reduziertes Programm absolvieren konnte, hat laut Solbakken "bessert und besser" trainiert. "Ich habe mit ihm gesprochen. Ich denke, dass er gegen Schalke zu 100 Prozent fit sein wird", ist der Trainer optimistisch. Gute Nachrichten gibt es auch von den Verteidigern Henrique Sereno und Kevin McKenna. Der Kanadier hat seinen Magen-Darm-Virus überwunden und steht Solbakken ebenso zur Verfügung wie Sereno, der gegen Wolfsburg eine Gelbsperre absitzen musste. Ob beide auch gleich in die Startelf zurückkehren, wollte sich Solbakken am Freitag noch nicht festlegen. 

"Schalke die torgefährlichste Mannschaft der Liga" 

Gerade auf die Abwehr wartet am Samstag ein hartes Stück Arbeit. "Schalke ist im Moment vielleicht die torgefährlichste Mannschaft der Liga", warnte der FC-Coach vor dem Tabellendritten. Die "Königsblauen" sind nach zuletzt vier Siegen in Serie punktgleich mit Spitzenreiter FC Bayern, müssen aber derzeit zahlreiche Ausfälle verkraften. Ein Vorteil für sein Team sieht Solbakken darin jedoch nicht. "Schalke hat nach wie vor einen sehr starken Kader. Gerade bei Standardsituationen brauchen wir schnelle Füße." 

Ein Debakel wie im Hinspiel, bei dem die Kölner in Gelsenkirchen mit 1:5 untergingen, befürchtet der Norweger aber nicht. "Ich denke, es wird ein enges Spiel. Eine tolle Parade oder ein glückliches Tor kann die Partie entscheiden." Vielleicht geben ja sogar am Ende die Zuschauer den Ausschlag für einen FC-Sieg. Das Spiel gegen den DFB-Pokalsieger wird mit 50.000 Zuschauern ausverkauft sein. Zum zweiten Mal in der laufenden Saison melden die "Geißböcke" somit "volles Haus" - das gelang zuvor nur im Derby gegen Borussia Mönchengladbach.  

Finke weiter auf Stürmer-Suche 

Während der FC am Samstag sportlich überzeugen will, sucht Sportchef Volker Finke weiter nach einer Verstärkung für den Sturm. "Es gibt zwei, drei Spieler, von denen alle überzeugt sind", bestätigte Finke, noch sei aber nichts unterschrieben. Einer der Wunschkandidaten ist der 24-jährige Eder vom portugiesischen Klub Academica Coimbra. "Ich habe Eder schon Ende Oktober vor Ort beobachtet, aber der Preis für ihn ist sehr schnell in nicht realisierbare Höhe geschnellt. Jetzt ist er aber wieder im Gespräch", so Finke. 

Im Idealfall soll am Montag ein möglicher Neuzugang zur sportärztlichen Untersuchung in die Domstadt kommen. "Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, aber ich möchte nichts versprechen", ließ sich Finke noch ein Hintertürchen offen. Schließlich sei das Anforderungsprofil an den Spieler sehr hoch. "Er soll Qualität haben und gleichzeitig gut gelaunt auf der Bank sitzen und warten bis er eingewechselt wird. So jemand ist nicht leicht zu finden". Eine Sorge, konnte der 63-Jährige den FC-Fans aber nehmen: "Ich habe die Fax-Geräte am Geißbockheim überprüft. Zumindest technisch steht einem Wechsel nichts im Wege." 

(27.1.2012)

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