Lokale Meldungen aus Köln
Mediation vor Abschluss
Lösung im Streit über Moscheebau in Sicht
Im Streit über den größten Moscheebau Deutschlands in Köln ist eine Lösung in Sicht. Die Schlichtung zwischen der Bauherrin, der türkisch-islamischen Union Ditib, und dem gekündigten Architekten steht kurz vor dem Abschluss.
"Wir beabsichtigen die Mediation bis Anfang Februar zuende zu bringen", sagte Moderator Fritz Schramma am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Zwei Treffen mit der Ditib und dem Architektenbüro Paul Böhm stünden noch aus.
Die Eröffnung der Zentralmoschee ist für Juni geplant. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinkriegen", sagte Schramma. Einzelheiten zur möglichen Einigung wollte er nicht nennen. Der frühere Kölner Oberbürgermeister war Mitte November als Vermittler eingesetzt worden, nachdem der Streit um Baumängel eskaliert war. Trotz verhärteter Fronten hatten sowohl Ditib als auch Böhm Gesprächsbereitschaft signalisiert. Beide wollen nach bisherigen Äußerungen an dem Eröffnungstermin festhalten.
Die Ditib wirft dem Architekten rund 2.000 Baumängel sowie eine Kostenexplosion von ursprünglich 17 Millionen Euro auf den doppelten Betrag vor. Sie hatte dem Architekten Ende Oktober überraschend gekündigt. Böhm wies die Beschuldigungen der Ditib stets zurück.
Die Moschee, deren Grundstein im November 2009 gelegt worden war, soll aus einem mehrstöckigen Gebäude mit einer 35 Meter hohen Kuppel sowie zwei Minaretten von je 55 Metern Höhe bestehen. Der Bau soll 1.200 Gläubigen Platz bieten. Ferner sind auf dem Moscheegelände eine Bibliothek, Seminarräume sowie Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. (dapd-nrw; Foto: dapd)
(26.1.2012)

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