Lokale Meldungen aus Köln
Übergangslösung im Palladium
Stadt will Extra-Bus für Opern-Besucher
Die Stadt Köln möchte eine zusätzliche Buslinie für Opernbesucher einrichten - denen sei es nicht zuzumuten, auf dunklen Fußwegen von der Haltestelle Keupstraße zum Palladium zu laufen. Konzertbesuchern aber offenbar schon.
Am 1. September wird die Kölner Oper übergangsweise ins "Palladium" umziehen. Drei Jahre lang finden dann die Inszenierungen in der Konzerthalle auf der Schanzenstraße in Mülheim statt. Einem Bericht der "Kölnischen Rundschau" zufolge möchte die Stadt in diesem Zeitraum für Opernbesucher eine eigene Bus-Linie einrichten. Grund ist neben der Entfernung von der nächsten Haltestelle der KVB in der Keupstraße (Linie 4) vor allem die Sicherheit der Operngänger: Der Weg von knapp einem Kilometer sei unwegsam und schlecht einsehbar und daher ein "Angstraum" für Fußgänger.
Kosten: 300.000 Euro
Die zusätzliche Linie solle vom Wiener Platz aus zum Mülheimer Bahnhof, entlang der Bahnlinie bis zur Schanzenstraße und schließlich über den Clevischen Ring zurück zum Wiener Platz verkehren. Der Bus würde allerdings nicht nur bei Oper-Veranstaltungen fahren, sondern werktags von 6:30 bis 23:30, an Sonn- und Feiertagen ab 14 Uhr. Bis 20 Uhr alle 20, danach alle 30 Minuten. Somit würden zwar auch die zahlreichen Konzertbesucher (das Palladium fasst etwa 4.000 Besucher) in den Genuss der Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs kommen - allerdings nur bis zum September 2013. Denn mit Ablauf der Übergangslösung für die Oper würde die Buslinie wieder eingestampft.
Über die Notwendigkeit entscheidet der Verkehrsausschuss am Montag. Anschließend muss sich die Bezirksregierung äußern. Nach Informationen der "Kölnischen Rundschau" werden die Kosten der Extra-Buslinie bei 300.000 Euro liegen. Eine dauerhafte Einrichtung der Linie scheide allerdings aus Kostengründen aus.
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(8.3.2010)

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