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Zehn HDR-Fotos zu sehen

Kölner Fotograf stellt im MoMA New York aus

Seine Werke im New Yorker Museum of Modern Art, kurz und knapp MoMA, auszustellen und den kunstinteressierten Besuchern zu präsentieren - kein Künstler, der davon nicht träumen würde. Für Ralf Voigt wird dieser Traum jetzt war: Der Fotograf aus Köln reicht zehn seiner Fotos zur MoMa-Fotoausstellung 2009 ein, die vom 1. Februar bis Ende Dezember 2009 im Department of Photography zu sehen sein wird.


Hängt bald im MoMa: "Popart in Palma - Kunst oder Ärgernis" (Aufgenommen im März 2008 in der Altstadt von Palma de Mallorca)
Die zehn Bilder, die der in Bocklemünd und Dubai Wohnende ausstellt, sind so genannte High-Dynamic-Range (HDR)-Fotografien. Die HDR-Fotografie ist eine relativ neue Form der digitalen Fotografie, die Bilder liefert, die nicht mehr wie klassische Fotos aussehen, sondern zum Teil an Malereien erinnern. Die Bilder der HDR-Fotografie weisen einen extrem hohen Kontrast und hohe Farbsättigung auf, die weit über solche normaler Fotos hinaus geht.

Voigt, der mit Werbefotografie sein Geld verdient, beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre mit der HDR-Fotografie. Mit einer speziell für ihn erstellten Software "verarbeitet" er seine Fotos. Dabei hat er einen besonderen künstlerischen Anspruch: Er will "die Vision eines Paul Cézanne im photographischen Bereich ausdrücken". Auf die altmodische Bezeichnung "Photograph" anstatt des "Fotografen" legt Voigt besonderen Wert.

Ein langer Weg ins MoMa

Der Weg ins MoMa, das eine der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst beherbergt, war nicht einfach: "Ich brauchte viele Kontakte und Referenzen, um in New York überhaupt 'an die Tür klopfen' zu dürfen". Doch schließlich sah sich der zuständige Kurator Voigts Bilder an. Im Herbst 2008 erhielt Voigt dann eine E-Mail mit der Aufforderung, seine Bilder zur Ausstellung einzusenden.

Damit war zwar der wichtigste Schritt geschafft, doch auf Voigt wartet noch reichlich Arbeit: Die Bilder müssen auf Aluminium kaschiert werden, bürokratische Hürden in Form von strengen Einfuhrbestimmungen der USA müssen genommen und Sponsoren gefunden werden. Denn trotz der Einladung zur Austellung muss Voigt den Großteil der Kosten übernehmen. Im Februar reist er selbst nach New York: Beim Ausstellungsbeginn vor Ort zu sein - dies will er sich nicht nehmen lassen.

Außerhalb seiner Tätigkeit als Werbefotograf will der 47-Jährige seine künstlerische Freiheit nicht missen - selbst dann nicht, wenn die Ergebnisse seiner Arbeit nicht bei Jedermann Gefallen finden: "Meine Bilder polarisieren. Die einen können damit etwas anfangen und erkennen meine Motivation - und für die anderen sind die Bilder im besten Falle nichtssagend". Ob seine Werke bei den MoMa-Besuchern im Big Apple ankommen, das wird Voigt spätestens nach Ende der Ausstellung wissen.

(12.12.2008)

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