Meldungen aus Bonn
nterview mit Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt
Neuer Köln Tatort: Dreharbeiten im Bonner Institut
Klaus J. Behrendt (Max Ballauf) und Dietmar Bär (Freddy Schenk) stehen derzeit für den neuen Tatort mit dem Arbeitstitel "Auskreuzung" in Bonn vor der Kamera. Dabei wird eine junge Labortechnikerin in einem renommierten Gentechnik-Institut tot aufgefunden, Kollegen und militante Gentechnik-Gegner geraten ins Fadenkreuz der Ermittlungen.
"Auskreuzung" wagt sich damit an ein heikles Thema heran: die Genforschung. Immer wieder sorgt vor allem die Kölner Ausgabe des Tatort durch ihre kontroversen Themen für Aufsehen. bonnxxl sprach mit den beiden Schauspielern über Genforschung und den Erfolg des Kölner Tatorts.
bonnxxl: Sie spielen jetzt seit 13 Jahren die beiden Tatort-Kommissare. Macht es immer noch Spaß?
Dietmar Bär: Ehrlich? Stimmt. Natürlich! Ja, klar, es ist ein wunderbarer Beruf Schauspieler zu sein, wunderbare Position Tatort-Kommissar zu sein, wunderbar das mit Klaus zusammen machen zu können. Also es ist wunderbar und es macht großen Spaß.
bonnxxl: Die Kölner Tatort-Kommissare werden immer wieder zu den beliebtesten Tatort-Kommissaren gewählt. Wie erklären Sie sich den großen Erfolg? Was macht die beiden Figuren aus?
Bär: Hör ich auch immer wieder. Hach, wenn wir das wüssten, hätten wir damit wahrscheinlich schon vor 30 Jahren angefangen. Ich weiß es nicht, ich kann es ehrlich nicht sagen. Das ist wahrscheinlich die Mischung; die große Mischung, die mit uns anfängt und mit Köln aufhört.
bonnxxl: In der Folge, die Sie gerade drehen, geht es um Gentechnik. Wie stehen Sie dazu?
Klaus J. Behrendt: Die Forschung in der Gentechnik ist sicherlich wichtig. Nur gibt es ja so verschiedene Bereiche, wo man ja wirklich vorsichtig sein muss. So was Lebensmittel angeht und was Tiere angeht. Ich finde, da sollte man vorsichtig sein.
Bär: Was das schöne ist an solchen Tatorten, dass Schenk und Ballauf immer so Kontroversen ausspielen können. Schenk ist derjenige, der sagt, he, die krempeln die Welt um und wir merken es nicht. Und so geht es mir eigentlich auch. Ich lebe sehr bewusst, gehe fast nur in den Bio-Markt und dementsprechend ist natürlich auch meine Haltung zu Dingen, die nicht in unsere Nahrungsmittel gehören, beziehungsweise, von denen man nicht genau weiß, was die Konsequenzen sind. Das ist ja das große Problem. Wenn wir alle wüssten, das ist kein Thema und es ist nur gesund und toll, dann gäbe es keinen Grund das nicht zu tun. Ich bin da sehr skeptisch gegenüber solchen Sachen. koeln.de: Herr Ballauf bekommt in der neuen Folge Besuch von einem pubertierenden Teenager. Wie kommt er damit klar?
Behrendt: Ich find, der meistert die ganz gut. Aber wie das Verhältnis zu dem pubertierenden Teenager ist, das ist natürlich offen.
bonnxxl: Ballauf und Schenk sind regelmäßig an der Currybude zu finden. Mögen Sie auch privat gerne Currywurst?
Bär: Mittlerweile sollte sie dann eher aus Geflügelfleisch sein, da ich nicht mehr so viel Schweinefleisch oder gar kein Schweinefleisch mehr esse. Aber natürlich bin als Dortmunder damit aufgewachsen. (kb)
(10.3.2010)

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