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NRW-Ticker

Gericht prüft Bewährung für Geiselgangster Degowski

Das Landgericht Arnsberg prüft derzeit, ob der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski nach 24 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen werden kann. «Es ist noch ein Anhörungstermin geplant und dann soll zeitnah darüber entschieden werden», bestätigte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch einen Bericht der «Westfalenpost» (Donnerstag). Die Entscheidung werde frühestens Mitte Juli fallen.

Der heute 57-Jährige Degowski hatte im August 1988 zusammen mit seinem Komplizen Hans-Jürgen Rösner eine Bank in Gladbeck überfallen. Bei ihrer spektakulären Flucht vor der Polizei starben drei Menschen. Dafür wurden die beide Männer 1991 zu lebenslanger Haft verurteilt. Für Rösner wurde außerdem Sicherheitsverwahrung angeordnet.

Landtag stärkt Tierschutz durch Klagerecht für Verbände

Der nordrhein-westfälische Landtag hat den Tierschutz gestärkt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen sowie die oppositionelle Piratenfraktion stimmten am Mittwoch für ein Gesetz der Landesregierung, das anerkannten Tierschutzvereinen ein Klagerecht einräumt. Damit sollen sie Interessen der Tiere notfalls auch gerichtlich geltend machen können. Außerdem wird ihnen eine Mitwirkung an tierschutzrelevanten Verfahren des Landes ermöglicht. Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) sprach in Düsseldorf von einem «Meilenstein» für den Tierschutz. Das könne auch ein Vorbild für Bund und andere Bundesländer sein.

Karstadt-Betriebsrat fordert Verhandlungen über Tarifkonflikt

Im festgefahrenen Tarifkonflikt um den Warenhauskonzern Karstadt hat der Gesamtbetriebsrat die Gewerkschaft Verdi und die Geschäftsführung aufgefordert, zügig Verhandlungen aufzunehmen. «Wir fordern beide Seiten auf, in Gespräche einzutreten. Die Gespräche müssen jetzt geführt werden», sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Hellmut Patzelt, der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Dem Gesamtbetriebsrat liege in dem Tarifkonflikt ein Papier des Unternehmens vor, dass aber nicht inhaltlich behandelt worden sei, sondern zur rechtlichen Prüfung Anwälten übergeben werde.

Haniel hält an Celesio fest

Der Familienkonzern Haniel will Anteilseigner des Pharmagroßhändlers Celesio bleiben. Es gebe keine Verkaufsgespräche mit der US-Drogeriekette CVS, erklärte ein Sprecher von Haniel am Mittwoch. «Wir führen keine Gespräche mit CVS über einen Verkauf von Celesio-Aktien. Celesio ist ein Ankerinvestment, an der Aussage hat sich nichts geändert», sagte der Sprecher von Haniel der dpa. Das «Manager Magazin» berichtete zuvor unter Berufung auf Branchenkreise, CVS sei an einer Übernahme von Celesio interessiert.

Fluthilfe-Einigung entlastet auch NRW

Die Bund-Länder-Einigung über die Fluthilfe wird auch Nordrhein-Westfalen deutlich weniger belasten als zunächst befürchtet. «Die Einigung bedeutet, dass Nordrhein-Westfalen sich vom nächsten Jahr an vermutlich mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag beteiligen wird», sagte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. Zuvor habe der Bund viel höhere Forderungen erhoben.

Bund und Länder wollen gemeinsam bis zu acht Milliarden Euro für den Fluthilfe-Fonds aufbringen. Die Länder zahlen davon die Hälfte zurück. Da der Bund aber gleichzeitig die Kosten der Bundesinfrastruktur allein trägt, reduziert sich der Länderanteil von bisher 4 auf nun 3,25 Milliarden Euro.

Mehr als neun Jahre Haft für Säureanschlag gefordert

Für den grausamen Säureanschlag auf eine junge Frau in Hilden hat die Staatsanwaltschaft mehr als neun Jahre Haft gefordert. Die heimtückische Tat hätte auch tödlich enden können, sagte die Staatsanwältin am Mittwoch am Düsseldorfer Landgericht. Aus Eifersucht und übersteigertem Ehrgefühl habe der Ex-Freund der Frau einen Freund angestiftet, die Frau mit hochkonzentrierter Schwefelsäure zu bespritzen und so zu entstellen. Die Anklägerin beantragte neun Jahre und drei Monate Haft wegen schwerer Körperverletzung gegen den 23-Jährigen und acht Jahre Haft gegen den 19-Jährigen, der die Tat ausgeführt haben soll.

Doppelmord auf offener Straße: Tätersuche in Bayern

Vor fast drei Jahren wurden zwei Männer im westfälischen Geseke auf offener Straße getötet. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Am Mittwoch durchsuchten Polizisten aus Bayern und NRW nach Auskunft der Mordkommission in Dortmund vier Häuser im Bereich Schweinfurt. Einzelheiten wurden nicht bekannt gemacht. Die beiden 45 und 41 Jahre alten Männer waren in dem kleinen Dorf Störmede bei Geseke (Kreis Soest) im August 2010 neben ihrem Auto erschossen worden. Damals gab es die Vermutung, dass sie Opfer einer Fehde im Drogenmillieu geworden sein könnten.

ICE passiert Bahnübergang bei Schrankenstörung

Ein ICE hat in Dortmund einen Bahnübergang während einer Schrankenpanne passiert. Zu Schaden kam niemand. Gefahr habe nicht bestanden, teilte die Bahn am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Fall vom vergangenen Samstag, über den bereits die «Ruhr Nachrichten» am Mittwoch berichteten, ist noch nicht aufgeklärt. Aus Sicht der Bahn schlossen sich die Schranken planmäßig, als sich der ICE näherte. Dann gingen sie wieder hoch. Der Fahrdienstleiter habe die Lage über eine Kamera beobachtet und die Schranken wieder per Knopfdruck geschlossen. Auf einem Video, das ein Autofahrer gemacht hat, ist zu sehen, wie der Zug langsam bei geöffneter Schranke den Übergang passierte. Während der Durchfahrt schlossen sich die Schranken.

DFB-Schiedsgericht bestätigt: Keine Zweitliga-Lizenz für Duisburg

Dem MSV Duisburg bleibt der Sturz in die 3. Fußball-Liga nicht erspart. Das Ständige Schiedsgericht wies am Mittwoch den Einspruch des Vereins gegen die Verweigerung der Zweitliga-Lizenz für die Saison 2013/14 ab. «Wir haben die Schlacht nicht heute verloren. Wir fühlen uns alle leer und traurig. Das ist ein schlimmer Tag für den MSV und den Fußball», sagte MSV-Aufsichtsratschef Jürgen Marbach nach dem Urteil in Frankfurt/Main. «Der MSV gehört in den Profifußball und nicht in die dritte Liga. Es ist eine todtraurige Atmosphäre.»

Mehr als 240 Duisburger Gärten stark mit Cadmium verseucht

Folgen der Industriegeschichte: In Duisburg sind mehr als 240 Privatgrundstücke stark mit Cadmium, Blei und Arsen verseucht. Das ergaben Bodenproben im Umfeld einer ehemaligen Zinkhütte, wie die Stadt Duisburg am Mittwoch bestätigte. Weil die Stoffe im Boden für Mensch und Tier schädlich sind, müssen die besonders stark belasteten Grundstücke saniert werden. Je nach Giftmenge muss der vergiftete Boden überdeckt, versiegelt oder sogar ausgetauscht werden. 

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